Radtour der CDU Borghorst zum Preußen-Stadion

Eine ausgesprochen engagierte, zum Teil auch leidenschaftliche Diskussion erlebten die Teilnehmer der ersten CDU-Fahrradtour der Saison zum Stadion von Preußen Borghorst.

Gleich zu Beginn seiner sachkundigen Führung wies der stellvertretende Vereinsvorsitzende Reinhard Rotterdam auf die Spielflächen: „Schauen Sie sich um! Selbst an einem Abend in der Sommerpause sind alle Plätze bespielt. Was soll werden, wenn uns diese Flächen und Gebäude weggenommen werden?“ Rotterdam spielte damit auf die für ihn dramatische Situation an, in die der Verein durch den Verkauf des Grundstückes, auf dem sich die Sportanlage befindet, unverschuldet geraten ist. „Wer hat denn bei der Stadt geschlafen?“ so die kritische Frage verschiedener Teilnehmer. Man hätte durch einen Blick in die Verträge rechtzeitig wissen können, wann die Pachtbindung ausläuft. Warum hat die Stadt ihr verbrieftes Vorkaufsrecht nicht rechtzeitig genutzt oder mit dem vormaligen Grundstückseigentümer eine akzeptable Lösung gesucht?

Der Vorsitzende der CDU Günter Marquard machte deutlich, dass seine Fraktion mit der Entwicklung absolut unzufrieden ist. „Jetzt kommt es erstmal darauf an, einen möglichst langfristigen Pachtvertrag mit dem neuen Eigentümer zu erreichen, um Zeit für Lösungen zu gewinnen. Nach meiner Kenntnis haben die entscheidenden Gespräche zwischen der Bürgermeisterin und dem neuen Eigentümer aber immer noch nicht stattgefunden. “ Die CDU Borghorst teilt die Sorge des Vereins, dass selbst für diese Übergangszeit der Kunstrasenplatz reparaturbedürftig bleibt und die Sanitäranlagen eigentlich schon länger kaum noch zumutbar sind.

In einem engagierten Plädoyer blickte Vereinsmitglied und Preußen-Urgestein Hennes Dinkhoff auf die Geschichte seines Vereins zurück und übergab zugleich eine Dokumentation über die letzten 100 Jahre Vereinsgeschichte. Zahlreiche Ehrenamtliche haben zehntausende von Stunden in den Aufbau und Erhalt des Vereins gesteckt: „Und das alles, einschließlich der Gebäude soll jetzt weg? Wo sollen die Kinder und Jugendlichen denn hin? Das darf doch alles nicht wahr sein.“

Ratsmitglied Dieter Chilla sagte zuverlässige Kontaktpflege und Unterstützung durch die CDU-Ratsfraktion zu: „Die Stadt muss mit Blick auf die zahlreichen Mitglieder dringend eine konkrete Perspektive entwickeln. Von der momentanen Entwicklung sind große Teile der Borghorster Bürgerschaft betroffen, vor allem Kinder und Jugendliche.“