Fordernde Tage

 Wir kennen das alle: Wenn die Weihnachtstage näher kommen, wird es mit Terminen eng. In diesem Jahr trifft das für die Kommunalpolitik im besonderen Maße zu. Mit einer Fraktionssitzung gab der Fraktionsvorsitzende der CDU, Norbert Kerkhoff, den Startschuss für eine Serie von Sitzungen über alle Fachgebiete der Verwaltung hinweg. Ab Ende November nahezu täglich Sitzungen, Arbeitskreise und Gespräche mit den Fachleuten aus der Verwaltung. Über allem schwebt auch noch der Haushalt, der bis zum 13.12.2018 verabschiedet werden soll. Da bleibt kaum Zeit, Zweifel an dieser verengten Planung zu besprechen. So krempeln die Ratsfrauen und -herren lieber die Ärmel hoch. Nach der abschließenden Ratssitzung bleiben schließlich noch 11 Tage für die Weihnachtsbesorgungen.  

„Da muss man durch“, meint der Norbert Kerkhoff. Die Art und Weise der Haushaltspräsentation durch die Verwaltung und die vorgesehene Beratungsfolge stößt bei den Ratsmitgliedern der CDU allerdings auf Kritik. In einem Antrag hat deshalb die Fraktion gefordert, den Haushalt klarer zu fassen und ihn durch die Verwaltung so zu präsentieren, dass er schneller erfasst und auch dem Interessierten Bürger verständlicher wird.

Immerhin sehen die Zahlen des Kämmerers in diesem Jahr sehr viel positiver aus, als in den vergangenen Jahren. Zugleich warnen Norbert Kerkhoff und sein Stellvertreter Günter Marquard vor Übermut und kostspieligen Ideen: „Der Haushalt ist zunächst nur ein Plan, der sich erst Ende 2019 als richtig erweisen muss. Vorher wird uns der Kreis auch nicht aus der Haushaltssicherung entlassen. Anschließend sehen wir weiter“.