Volkstrauertag ist kein alter Zopf

Der Volkstrauertag wurde 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Gedenktag für die Gefallenen des I. Weltkriegs vorgeschlagen. In einem Begleittext hieß es damals: „Es ist nur zu wünschen, dass sich diese ernste Feier recht tief und fest und feierlich, auch ohne viele Reden und Gesänge, aus dem ureigenen deutschen und menschlichen Empfinden heraus geltend macht in den Herzen des ganzen Volkes.“
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde aus der stillen Trauer ein „Heldengedenktag“, bei dem weniger der Toten gedacht werden sollte; vielmehr ging es um das soldatische Heldentum.
In der Bundesrepublik Deutschland gedenken wir am Volkstrauertag allen Opfern von Krieg und Gewalt aller Nationen, das schließt besonders auch die Millionen ermordeter Menschen ein, die den Nazis zum Opfer fielen. Ebenso gilt der Gedenktag den Bundeswehrsoldaten, Polizisten und zivilen Mitarbeitern, die im Einsatz für unser Land ihr Leben verloren. Im Mittelpunkt aller Gedenkfeiern steht am Ende die Aufforderung zu Frieden und Versöhnung, wie sie einst Bundespräsident Joachim Gauck formuliert hat: „Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“
Die CDU bekennt sich zu diesen Worten und nimmt deshalb gern auch weiterhin an diesem Gedenktag in beiden Stadtteilen teil.