Campingplatz Steinfurter Land

Der B-Plan Nr. 71 wurde bereits am 28.8.2014 vom Rat genehmigt. Die CDU hat in den vergangenen Jahren das Vorhaben immer unterstützt. Uns ist die touristische Bedeutung bekannt. 

Zur Erinnerung: Genehmigt wurden „nicht jederzeit ortsveränderlich aufgestellte Wohnwagen und Mobilheime mit einer Grundfläche von max. 40 qm plus max. 10 qm überdachter Terrasse, Freisitz oder Vorzelt. Die max. „Gesamthöhe bzw. Firsthöhe beträgt 3.50 m“.

„In den betriebsgebundenen Wohnungen (Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen sowie Betriebsinhaber und Betriebsleiter) ist dauerhaftes Wohnen zulässig“. Daraus ergibt sich, dass ein Dauercampen und -wohnen für Campingfreunde nicht zulässig ist.

Die vom Investor (Düsseldorfer Entwicklungsgesellschaft Vesteo, Geschäftsführer Traugott Funk und Architekt Jakob Quiring) kürzlich eingereichte Änderung des B-Plan Nr.71 bezieht sich auf eine Vergrößerung der Mobilheime um 10 qm sowie eine Firsterhöhung um 0,30 m. Nur dieser Änderung stimmen wir von der CDU aus folgenden Gründen nicht zu. 

Die Mobilheime weisen einen Wohn-/Essraum, ein Schlafzimmer und einen Sanitärbereich inklusive Sauna aus. Ein Schlafraum für Kinder ist nicht eingeplant. Kinder spielen laut Investoren-Präsentation überhaupt keine Rolle, auch nicht auf Nachfrage.

Haustiere sind nach Aussage des Investors im Planungsausschuss am 19.2.19 nicht erwünscht. 

Diese beiden Fakten stehen im Gegensatz zur Grundkonzeption Hof Köninck: „Ihr familien- und kinderfreundlicher Campingplatz“.

Wir vermuten, dass Kinder und Haustiere dem Ziel eines Vier-Sterne-Premium-Platzes entgegenstehen, denn Kinderlärm und Haustiere könnten stören.

Dieser Campingplatz soll zukünftig zweigeteilt sein: Auf der einen Seite des Sees die luxuriösen Bungalows inkl. Sauna, ohne Kinder und Haustiere, auf der anderen Seite das später realisierte eigentliche Herzstück des Campingplatzes aus Wohnwagen, Zelten, Jugendgruppen, Kindern und Haustieren. Ein harmonisches Miteinander erscheint fraglich, verursacht nach unserer Meinung eher Frustrationen und Spannungen.

So könnte es am Ende bei der Bungalow-Siedlung bleiben, denn die lässt sich touristisch gut vermarkten. Der Entstehung eines Campingplatzes wäre dann infrage gestellt. 

In diesem Zusammenhang wundern wir uns, dass sich die Bürgermeisterin bei der Abstimmung der Stimme enthalten hat. Warum hat sie sich hier vom Vorschlag ihrer Verwaltung abgesetzt?