Seit 196 Jahren Emmausgang

Welch eine großartige Tradition im Stadtteil Borghorst: Die Gründung der Prinzen-Schützengesellschaft Borghorst (Schütten tho Borghorst) geht auf das Jahr 1490 zurück. Seit nunmehr 196 Jahren pflegt dieser traditionsbewusste Verein den Brauch, am Ostersonntag die Emmauslaterne zur Kirche im Ort zu tragen und dort drei Vaterunser zu beten.

So war es auch in diesem Jahr. Unter den Augen zahlreicher Vereinsmitglieder und einiger Vorstandsmitglieder der CDU Steinfurt wurde die Laterne kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit entzündet und vom Vereinslokal der Schützen in die Nikomedeskirche getragen.

1823 schenkte das Fürstenhaus den „Schütten tho Borghorst“ die Emmaus-Laterne. Mit der Stiftung der Lampe versprachen die Prinzen, dass der Emmausgang jährlich stattfinden muss. Bei einer Unterbrechung muss die Laterne zurück an das Fürstenhaus gegeben werden. Seit 196 Jahren halten sich die Schützen auch in schwersten Zeiten an dieses Versprechen.

Inzwischen hat das Fürstenhaus diese liebenswerte Tradition zu ihrer Sache gemacht. Man war Zeuge, als der 1. Vorsitzende des Vereins die drei Vaterunser betete. Er widmete sie den verstorbenen Mitgliedern, allen Steinfurter Schützenbrüdern sowie den Opfern des Terroranschlags in Sri Lanka und den Opfern des Busunglücks auf Madeira.