Gespräch mit Tobias Rüdel

Liebe Leser,

nicht nur in der „großen Politik“, sondern auch in der Kommunalpolitik finden sich viele interessante Menschen. In vierteljährlichen Abständen wollen wir die Gelegenheit nutzen, Ihnen jeweils einen unserer Fraktionsmitglieder vorzustellen. Heute führen wir ein Gespräch mit Tobias Rüdel, dem Pressereferenten unseres Stadtverbandes.

Herr Rüdel, wenn man Ihnen beim Sprechen genau zuhört, fällt einem ein leichter süddeutscher Akzent auf.

Das trifft zu. Ich bin in Heilbronn zur Schule gegangen und habe dort mein Abitur abgelegt. Studienorte waren Stuttgart und Erfurt, in Göttingen habe ich dann den Abschluss als Master of Science gemacht. Ich selbst bezeichne mich gerne als Förster, darunter kann man sich etwas Konkretes vorstellen.

Das heißt, dass Sie viel in den hiesigen Wäldern unterwegs sind?

Natürlich schaue ich mir auch den Zustand der Wälder im Münsterland an, darauf liegt jedoch nicht der Schwerpunkt meiner Arbeit. Meine Arbeitgeberin ist die NLF (Naturstoffzentrale Land und Forst GmbH, die Red.) in Saerbeck. Dort bin ich zuständig für die Geschäftsführung von Forstbetriebsgemeinschaften und arbeite überwiegend mit Kleinwaldbesitzern im Rahmen der Holzvermarktung und des Holzverkaufs zusammen. Daneben gibt es zahlreiche andere Arbeitsbereiche.

Sie sind ja noch nicht lange Mitglied der CDU. Welche Gründe bewogen Sie zum Beitritt?

Ich bin seit langem politisch interessiert. Irgendwann war ich es leid, mich immer nur über Politik zu beschweren, ich wollte selbst aktiv werden. Den Ausschlag gab mein Chef, der in der Steinfurter CDU aktiv ist. Ich bin der Partei 2017 beigetreten und habe schnell die Erfahrung gemacht, dass es leicht ist, etwas im lokalpolitischen Bereich zu bewirken. Außerdem bin ich überrascht, dass ich mit Abgeordneten aus verschiedenen Parlamenten Probleme offen diskutieren kann.

Finden sie als „Förster“ Ihre ökologischen Interessen in der CDU berücksichtigt?

Durch mein Studium und meine beruflichen Aktivitäten habe ich solide Kenntnisse in der Forst- und Landwirtschaft erworben. Es liegt mir am Herzen, dass in diesen Bereichen ökologisch rücksichtsvoll gearbeitet wird. Diese Perspektive kann ich gut in meine beruflichen Kontakte mit etwa 4000 Waldbesitzern einbringen und sehe sie auch berücksichtigt. Ich wirke darauf hin, dass nachhaltig-ökologische Bewirtschaftung und Existenzsicherung der Bauern in ein ausgewogenes Verhältnis kommen. Mit diesem Anliegen fühle ich mich in der CDU gut aufgehoben.

Wo liegen momentan die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der Steinfurter CDU?

Als Pressereferent leiste ich einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem engagiere ich mich als sachkundiger Bürger im Umweltausschuss und im Armenfond. Als stellvertretender sachkundiger Bürger werde ich immer wieder im Bau- und Planungsausschuss eingesetzt. Wir danken für dieses Gespräch.


Wir danken für dieses Gespräch

Das Gespräch führte Dieter Chilla