Klimaschutz darf kein bloßer Hype bleiben

Endlich ist es soweit: Die Jugend zeigt in vorbildlicher Weise politisches Engagement. Mit ihren Aktivitäten im Rahmen von „Fridays for Future“ beweist sie seit Monaten, dass ihr seit Langem beklagtes Desinteresse für Politik Vergangenheit ist.

Und das ist gut so. Der Kampf gegen den Klimawandel gehört zu den zentralen Aufgaben der Zukunft. Wer das heute noch leugnet, hat den Schuss nicht gehört. Wir können nur erfolgreich sein, wenn Klimaprojekte generationenübergreifend in Angriff genommen werden. Hierbei muss die junge Generation eine Schlüsselrolle spielen: Viele aus dieser Generation haben sich in Klimafragen hineingefuchst und sind in der Lage, innovative Vorschläge zu machen und an deren Umsetzung mitzuarbeiten. Vor allem: Die Jungen haben von der Zukunft noch am wenigsten verbraucht.

Aber auch die Älteren (im weitesten Sinne) gehören dazu. Ihre Erfahrung hilft dazu beizutragen, die nötigen finanziellen Ressourcen zu schaffen, um unsere Umwelt zu schonen. Ohne Moos nix los: Was passiert mit den Arbeitsplätzen, wenn schon morgen alle Atom- und Kohlekraftwerke abgeschafft werden? Wie kann umweltschonende Landwirtschaft so gestaltet werden, dass unsere Bauern und deren Angehörige nicht in wirtschaftliches Elend gestürzt werden und die Versorgung mit Lebensmitteln nicht zusammenbricht?

Die CDU Steinfurt zeigte und zeigt große Bereitschaft, mit allen jugendlichen Umweltaktivisten zusammenzuarbeiten. Immerhin kann die CDU seit Jahrzehnten konkrete Erfahrungen auf dem Gebiet des Umwelt- und Klimaschutzes vorweisen, auch wenn sie damit nicht ständig hausieren geht. Im Internet zeigt ein neunseitiges Papier, in welchen Umweltprojekten die CDU  federführend war und welche sie maßgeblich unterstützt:

https://www.cdu.de/artikel/umwelt-und-klimapolitische-erfolge-der-cdu

Hier nur einige Beispiele:

Juni 1986: Gründung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (u. a. als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986). Zum Minister wurde Walter Wallmann (CDU) ernannt. 1994 wird die junge Naturwissenschaftlerin Angela Merkel Umweltministerin.

November 1994: Umweltschutz wird als Staatsziel im Grundgesetz verankert. In Kraft tritt der neue Artikel 20a: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

August 2011: August: 13. Änderung des Atomgesetzes: Deutschland steigt orientiert an den Empfehlungen der Ethikkommission und der Reaktorsicherheitskommission zügiger als geplant aus der Kernenergienutzung aus. Spätestens Ende 2022 soll das letzte Kernkraftwerk vom Netz gehen. Damit ist Deutschland der erste Industriestaat, der aus der Energiegewinnung durch Atomstrom vollständig verzichten will.

Alle, gleichgültig ob Jung oder Alt, die mit der CDU Steinfurt an Aktionen und Projekten zum Klimaschutz, zum Schutz unserer Umwelt mitmachen wollen, sind willkommen. Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme. Packen wir´s an.

Dieter Chilla war 26 Jahre Schulleiter, drei Jahre in der Bocholter Abendschule und 23 Jahre an der Realschule am Buchenberg. Er ist langjähriges Ratsmitglied für die CDU und Mitglied im Schul- und Sozialausschuss.