Hitzetour mit Überraschung

Die zweite CDU-Abendradtour dieses Sommers führte die Teilnehmer zum Bildungsträger „Lernen Fördern“ und zum Denkmalpflegewerkhof. Anfangs gab es beim Vorstand noch Bedenken wegen der großen Hitze, dann aber war alles halb so schlimm. Auf dem Gelände des Bildungsträgers wurden die Teilnehmer zuerst von Einrichtungsleiterin Beate Ringele begrüßt. Sie erläuterte sehr anschaulich die Entwicklung von den Anfängen an der Ochtruper Straße bis zum heutigen vielfältigen Angebot am jetzigen Standort auf dem ehemaligen Geländes des Jugendorfes. Beispielhaft zu nennen sind hier die Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen für noch nicht berufsreife Jugendliche, die Berufsausbildung für Menschen mit Behinderungen und der Nachhilfeunterricht für Auszubildende mit Problemen in der Berufsschule. Hinzugekommen sind in den letzten Jahren integrationsfördernde Angebote für geflüchtete Menschen. Neuland am Standort Steinfurt ist der Kindergarten, der seit August letzten Jahres betrieben wird. Die Küche kann täglich bis zu 120 Menschen verpflegen. Neben den eigenen Teilnehmern sind dies auch Schülerinnen und Schüler der Elisabethschule und des Arnoldinums. Die Gäste waren sehr beeindruckt von der Vielzahl der Aktivitäten.


Nach dieser ersten Station ging es über den Blickweg und vorbei an der Hollicher Mühle zum Denkmalpflegewerkhof. Diese Einrichtung befindet sich seit 1989 auf einer ehemaligen Hofstelle und wird von einem Verein getragen. Geschäftsführer Rainer Brömmelhaus begleitete die Teilnehmer auf dem Rundgang. Die Einrichtung sichert historische Baustoffe, bereitet sie wieder auf und stellt sie Kunden zur Verfügung. Weitere Standbeine sind die Holzwerkstatt und die Verwertung von Äpfeln aus einer eigenen und betreuten Plantagen. Geleistet werden die Arbeiten von sog. 1-Eurojobbern und Langzeitarbeitslosen, die auf dem freien Arbeitsmarkt kaum Chancen haben. Weitere 12 Menschen befinden sich dort in einem regulären Arbeitsverhältnis, zum Teil gefördert. Kooperationen mit ortsansässigen Betrieben und sozialen Einrichtungen sollen für eine praxisnahe Beschäftigung sorgen. Die Teilnehmer staunten nicht schlecht, als am späten Abend völlig überraschend Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann zur Gruppe stieß. Der Minister war ganz in der Nähe mit einer Gruppe der Jungen Union des Kreises unterwegs. Der Abend klang dann in geselliger Runde bei guten Gesprächen mit Geschäftsführer Brömmelhaus aus.