Spinnereistraße im neuen Glanz

Diese Seitenstraße im Stadtteil Borghorst hat schon viel gesehen. In Nachbarschaft zur alten Spinnerei der Fa. Kock baute der Betrieb in den 20er Jahren einst schmucke kleine Doppelhäuser für ihre leitenden Angestellten. Nach dem Niedergang der Textilindustrie in unserer Stadt verwaisten die Häuser langsam und befanden sich seit geraumer Zeit in einem nicht mehr sanierungsfähigen Zustand. Gleichwohl galten sie den Denkmalschützern als erhaltenswert.

Als der Geschäftsführer der Fa. Kock, Heinz Heitmann, vor ca. zwei Jahren seine Pläne zur Neugestaltung des Areals vorlegte, wollten sich einige Parteien im Rat dagegen stellen. Die mussten aber einsehen, dass es unmöglich sein würde, Investoren für die vier alten Häuser zu finden. Die CDU Steinfurt hatte sich deshalb von Anfang an für die Pläne von Heinz Heitmann ausgesprochen.

Kein Wunder, dass die CDU gleich mit zehn Vertretern zum Bauabschlussfest erschien, das zur Hälfte der Bauzeit stattfand. Sonst hätte man wohl dreimal Richtfest feiern müssen, denn es entstehen hier drei Wohnhäuser mit je acht Wohneinheiten. Das besondere der Wohnungen: Wie bereits bei den 12 Wohneinheiten in der Ochtruper Straße im Stadtteil Burgsteinfurt entsteht hier öffentlich geförderter Wohnraum zu sehr günstigen Mietpreisen. Zwar braucht man einen Wohnberechtigungsschein, um dort einzuziehen. Der kann aber von fast 60% der Erwerbstätigen und 80% der Rentner beansprucht werden. Das sehen die Richtlinien in NRW vor. Kein Wunder, dass die Wohnungen weggehen „wie warme Semmeln“, so Heinz Heitmann. So erstaunt es auch nicht, dass Fa. Kock gern 12 weitere Wohneinheiten in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Betriebsgelände plant.

Freute sich Norbert Kerkhoff, Fraktionsvorsitzender der CDU Steinfurt mit dem Parteivorsitzenden Günter Marquard: „Hier wird erstklassiger Wohnraum geschaffen, der auf einen dringenden Bedarf in der Stadt trifft“.