Kreisparteitag in Emsdetten

Ca. 300 Delegierte waren gekommen, um den Vorstand der Kreis-CDU zu wählen. Große Veränderungen waren nicht geplant, denn bis auf wenige Ausnahmen blieb die Mannschaft gleich. Der Parteivorstand wurde eindrucksvoll bestätigt, die Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking erhielt den erwarteten großen Rückhalt und konnte sich über 94% Ja-Stimmen bei einer Enthaltung freuen. Ganz ähnliche hohe Zustimmung gab es für die fünf Stellv. Vorsitzenden, Schatzmeister, Schriftführer und deren Vertreter sowie für 14 Beisitzer. Lydia Wahlers, die seit 1973 der Geschäftsstelle der Kreispartei angehörte, wurde mit stehenden Ovationen verabschiedet. Sie erfreute sich durch ihre Serviceorientierung gepaart mit großer Bescheidenheit eines sehr guten Rufes bei Partei- und Geschäftsführung und besonders bei den Ortsverbänden.

Die schlechten Nachrichten von der Landtagswahl waren im Publikum spürbar. Es war stiller als sonst, der Schock über das gute Abschneiden der Linken und der AfD wirkte noch nach. Mehr als 50% für Parteien, die außerhalb der demokratischen Mitte stehen! Das machte so manchen nachdenklich.

Da traf es sich gut, dass mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann gleich drei Minister zu den Delegierten sprachen. Zusätzlich war auch noch der Europaabgeordnete Markus Pieper gekommen. Allen vier Rednern war gemeinsam, dass sie zwar sehr enttäuscht über das Thüringer Wahlergebnis sind. Zugleich bemühten sich besonders Jens Spahn und Karl-Josef Laumann in ihren programmatischen Reden um die richtigen Schlussfolgerungen.

Sie stellten fest, dass sich ein tiefgreifender Wertewandel in der Gesellschaft vollzieht und forderten, sicher auch schon mit Blick auf den bevorstehenden Bundesparteitag, darüber offen zu diskutieren und anschließend Entscheidungen zu treffen, ohne zu viel Zeit auf die notwendigen Kompromisse zu verwenden. Die CDU sollte sich aber auch immer wieder an ihren großen Erfolgen orientieren und darauf aufbauen. Als Beispiel nannte Laumann die Landschafts- und Klimaschutzpolitik der letzten Jahre und den Radwegeausbau. „Im Münsterland hatten wir schon ein Radwegenetz, als die Grünen noch mit dem Dreirad gefahren sind“. 

Am Ende der Veranstaltung bedankten sich die Delegierten der CDU Steinfurt noch herzlich bei Lydia Wahlers für die jahrelange Unterstützung und wünschten ihr alles Gute für den wohlverdienten Ruhestand.