Regionalbahn: CDU fordert Bürgermeisterin zum Handeln auf

Die Entwicklung der Passagierzahlen der Regionalbahn 64
von Münster nach Enschede und das gestiegene Klima- und
Umweltbewusstsein machen nach Auffassung der CDU-Fraktion im Rat
der Kreisstadt Steinfurt eine Änderung und Optimierung des
Bundesverkehrswegeplans dringend erforderlich. Letzterer sah bis 2030
lediglich eine „Ertüchtigung für den Abschnitt Gronau-Grenze/NL“ vor
Deshalb hat Fraktionsvorsitzender Norbert Kerkhoff jetzt einen
entsprechenden Antrag an Bürgermeisterin Bögel-Hoyer geschickt.
Darin wird die Bürgermeisterin gebeten, umgehend mit den Verantwortlichen der DB, dem Verkehrsministerium und dem
Landrat des Kreises Steinfurt Gespräche mit folgenden Zielen
aufzunehmen:
 
· Die Bahnstrecke Münster – Enschede soll früher als ursprünglich
geplant elektrifiziert werden, der Netzübergang in Enschede muss
ertüchtigt werden.
· Auf der Strecke sollen weitere Begegnungs- bzw. Ausweichgleise
gebaut werden.
· Auf der Strecke müssen die Bahnsteige auf allen
Unterwegsbahnhöfen modernisiert werden, so dass überall ein
barrierefreies Ein- und Aussteigen gesichert ist. Die Bahnsteige
sind punktuell zu verbreitern und zu verlängern, es sind deutlich
mehr Sitzgelegenheiten und Unterstände zu schaffen, in den
Bahnhöfen Steinfurt-Burgsteinfurt und Steinfurt-Borghorst sind die
Bahnsteige zu überdachen.  In beiden Steinfurter Bahnhöfen sind
zudem WC-Häuser zu bauen und Fahrkartenautomaten zu
installieren. Die Zahl der Papierkörbe ist deutlich zu erhöhen und
die Gründlichkeit und die Frequenz der Reinigung der Bahnsteige
und des Bahnhofsareals sind zu erhöhen, denn schließlich sind die
Bahnhöfe für ankommende Reisende das Erste, was sie von der
Stadt sehen.
· Des Weiteren beauftragt die CDU-Fraktion die Bürgermeisterin, mit
dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und den

verantwortlichen Politikern im Verkehrsministerium umgehend
Gespräche mit folgenden Zielen zu führen:
· Verdichtung der Taktfrequenz mit dem Ziel eines
Halbstundentaktes in den Stoßzeiten.
· Optimierung der Vernetzung der Bahnstrecke mit den
Fernverkehrsknoten in Münster und in Enschede.
· Vereinfachung der Tarifstruktur und deutlich niedrigere Preise,
insbesondere – aber nicht ausschließlich – für Schüler, Studenten
und Berufstätige. Denkbar wäre hier nach Wiener Vorbild eine 365-
Euro-Fahrkarte für ein Jahr. „Ein Euro pro Tag für die Strecke, das
wäre ein wahrlich lukratives Angebot“, meint Kerkhoff.
· Zusätzlich zu der Regionalbahn sollte geprüft werden ob in den
Stoßzeiten stündlich ein Regionalexpress Münster – Amsterdam
verkehren sollte.

Der Fraktionsvorsitzende möchte aber nicht nur einen „Alleingang“
der Stadt Steinfurt initiieren, sondern vielmehr- wie seinerzeit bei der
Planung der Radbahn von Rheine nach Coesfeld – ein gemeinsames
Vorgehen aller an der Bahnstrecke liegenden Städte und Gemeinden
erreichen, um auf diese Weise mehr Nachdruck in Verhandlungen mit
den regionalen Personennahverkehrsverbünden, dem Land und der
Bundesregierung zu erreichen. Schließlich gehe es um eine
Entlastung der B 54 ebenso wie um eine damit verbundene CO2-
Reduzierung.