Günter Marquard im Interview

Günter Marquard (66) ist seit März Vorsitzender der CDU Borghorst. Nachdem er den Beruf des Schriftsetzers erlernt hatte, wurde er Berufssoldat und brachte es bis zum Oberstleutnant. Als Offizier erwarb er Erfahrungen in Führungs- und Stabsverwendungen im In- und Ausland, u. a. durch einen fünfjährigen Aufenthalt in Kanada sowie Einsätze in Afghanistan und im Kosovo. Zuletzt diente er als Generalstabsoffizier im Deutsch-Niederländischen Korps in Münster. Nach seinem Abschied von der Bundeswehr war er sechs Jahre lang als Geschäftsführer einer Krankenhausservice-Gesellschaft in Wuppertal tätig. Nachdem er mehrere Jahre Erfahrung als sachkundiger Bürger sammelte, ist er seit Mai 2014 Ratsmitglied und Stellv. Fraktionsvorsitzender der Steinfurter CDU. Günter Marquard ist verheiratet, Vater von drei Kindern und Großvater von drei Enkelkindern.

Was sind Ihre ersten Eindrücke als Borghorster CDU-Vorsitzender?

Im Ortsverband gibt es gute Diskussionen, sehr viel Übereinstimmung in den Positionen und viel Engagement für unseren Stadtteil. Die Arbeit mit den Kolleginnen und Kollegen macht mir viel Freude.

Welche halten Sie für die dringendste Aufgabe?

Der Kernbereich der Borghorster Innenstadt wurde verkleinert. Dieses Areal muss dringend attraktiver gestaltet und belebt werden. Hier drängt die CDU auf konzertierte Maßnahmen von Werbegemeinschaft, potentiellen Investoren, Verwaltung und Politik.

Hat sich etwas in der Arbeitsweise des CDU-Vorstandes geändert?

Die Vorstandssitzungen werden schon seit einiger Zeit wesentlich besser besucht als früher. Arbeitsbeteiligung und Atmosphäre im Gesamtvorstand und im geschäftsführenden Vorstand sind gut und vertrauensvoll. Vier junge Sachkundige Bürger haben uns neuen Schwung gebracht.

Was darf auf keinen Fall passieren?

In Steinfurt darf es auf keinen Fall Stimmungsmache gegen Flüchtlinge geben. Deshalb müssen schnellstens feste Bauten errichtet werden, um die Sporthallen wieder zur eigentlichen Nutzung frei zu geben und Flüchtlinge in normale Verhältnisse zu überführen. Langfristig muss Sozialer Wohnungsbau wieder ins Auge gefasst werden.

Was muss bis zum Ende Ihrer Wahlperiode als CDU-Vorsitzender 2017 zwingend erledigt werden?

Dreierlei: Die Einführung von Bürgersprechstunden in diesem Jahr, die weitere Verjüngung der Borghorster CDU durch Gewinnung von jungen Mitgliedern für die aktive Arbeit sowie die Formulierung unserer Ziele für die Entwicklung unseres Stadtteils. Das ist ein Projekt, an dem wir bereits fast ein Jahr arbeiten. Es soll uns Orientierungspunkte für die Zukunft liefern.

Stellen Sie sich vor: Es erscheint Ihnen eine gute Fee und verspricht die Erfüllung eines politischen Wunsches. Was würden Sie sich wünschen?

Da es eine gute Fee ist, hätte sie sicher ein Herz für unsere Kinder und Jugendlichen. Daher würde ich sie um genügend Geld bitten, damit wir unsere Kindergärten, Schulen und Sportstätten von Grund auf sanieren und pädagogisch optimal gestalten können.

Vielen Dank für dieses Gespräch. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg in Ihrer Arbeit als Vorsitzender.

Dieter Chilla