Wir brauchen Regen

Die Folgen der anhaltenden Trockenheit auf den Wiesen und Feldern sind für Jedermann offensichtlich. Über die Auswirkungen der lang andauernden Hitze auf die landwirtschaftlichen Betriebe informierten sich jetzt CDU-Vertreter auf Anregung von CDU-Ratsmitglied Horst Stegemann.

Auf dem mehrfach prämierten Milch- und Zuchtbetrieb der Familie Köster informierte Friedrich Köster im offenen Austausch zur aktuellen Lage beim Rundgang über den Hof, in den Ställen, auf dem Maisfeld und bei den Futtervorräten. „Bedingt durch die Trockenheit fehlt es an selbst produzierten Futtermitteln.

„Ausgefallende Grünschnitte, und kaum entwickelte Maiskolben bringen weder Masse noch Qualität. Bei 50 kg Tagesbedarf an Futter für jedes Tier der Herde reicht das bei weitem nicht. Wir müssen zukaufen“, so Köster.

Da geht es schnell in den fünfstelligen Bereich. Futtermittelpreise orientieren sich aufgrund der großen Nachfrage an Tages- und derzeit sogar an Stundenpreisen und schlagen sich aufgrund der großen Nachfrage entsprechend nieder.

„Auch die Milchproduktion selbst ist zurückgegangen, was finanziell ebenfalls belastet“, so der engagierte Landwirt.

Aber auch der Vertrieb der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, bzw. die Preise waren Thema im Austausch. Der Milchpreis ist im Gegensatz zu vielen anderen Lebenshaltungskosten praktisch nicht angestiegen. Der Weltmarkt und die Vertriebswege bestimmen hier den Preis.

Köster meint, dass ein Aufschlag von 5–10 Cent pro Liter Milch den Betrieben viel mehr weiterhelfen würde, als es die vom Bauernverband geforderte Milliardenhilfe vom Staat könnte. Bei dem durchschnittlichen pro Kopfverbrauch von Milch, wären das, selbst bei 10 Cent Preisanstieg/Liter, rechnerisch für den Kunden Mehrkosten i.H.v. ca. 38 € pro Jahr. Köster stellte allerdings klar, dass er grundsätzlich nur für seinen Familienbetrieb und nicht für alle Milcherzeuger sprechen kann und auch nicht für alle anderen landwirtschaftlichen Betriebe, deren Erzeugung auf andere Produkte ausgerichtet ist. Für die CDU Vertreter hat sich der Austausch aber allemal gelohnt.

„Die friedliche Abendstimmung im hochsommerlichen Hollich konnte allerdings die Sorgen um die Ernteerträge nicht mindern“, zog der Stellvertretende Vorsitzende der CDU Steinfurt, Udo Röllenblech das Fazit..